Mrz
04

Street-Culture und urbaner Lifestyle at its best: Das Streetwear-Label Pleasant Beef im Interview

Pleasant Beef ist ein Streetwear-Label aus Leipzig. Für seine T-Shirt-Designs greift das von René und Norbert Mayer gegründete Label kontemporäre Street-Culture-Themen auf und gestaltet auf deren Grundlage ausgefallene und für das Brand charakteristische Artworks.

Wie Pleasant Beef begann, was die Jungs inspiriert und was das Label in Zukunft geplant hat erfahrt ihr im exklusiven Pleasant Beef-Interview. Vorhang auf!

Seit wann gibt es euer Label und wie kam es zur Gründung?
René: Alles begann im November 2007. Nachdem Ed Hardy ganz Rohan unterworfen hatte, nahmen seine Nasgul den Anwohnern von Helms Klamm ständig die Parkplätze weg. Der Untergang Mittelerdes schien besiegelt. Nur eine beherzte “Keep-Streetwear-real-Initiative” vermochte jetzt noch zu verhindern, dass mein, äääh ich meine unser Schatz endgültig in die Hände des Feindes fiel.
 
Was habt ihr vor “Pleasant Beef” gemacht?
Norbert: Studium, Schule, Kindergarten, Wickelgruppe, Uterus, Quark im Schaufenster 
 
Seht ihr eine Designausbildung als essentiell an, um gute Shirt-Designs entwerfen zu können?
Norbert: Es hat jedenfalls noch niemandem geschadet, Know how von kompetenter Seite vermittelt zu bekommen. Schließlich würden wir ohne das Wissen unserer Vorfahren möglicherweise noch immer mit Kiemen nach Sauerstoff japsen. Viel wichtiger als jede “handwerkliche” Ausbildung ist jedoch, ein gewisses Gespür für originelle Gestaltungsansätze und unkonventionelle Perspektiven zu entwickeln. Der Rest ergibt sich dann fast von allein.

Wer oder was inspiriert euch?
René: Im Grunde verbirgt sich hinter allem eine küssende Muse. Egal, ob es nun die mit Stickern übersäte S-Bahn-Unterführung, der tägliche Gang zur Therapiegruppe, oder das neue Trompetensoloalbum von Stefanie Silbereisen ist. Sich in dieser Beziehung Grenzen zu setzen, bedeutet nach unserer Auffassung nichts anderes, als sein Wahrnehmungsvermögen ohne ersichtlichen Grund einzuschränken.


 
Welches Shirt aus eurer Kollektion liegt euch besonders am Herzen und warum?
Norbert: Eigentlich möchte ich da kein bestimmtes Motiv hervorheben, aber “carpe noctem” ist um Lichtjahre besser, als alles was wir jemals entwerfen werden. 
 
Wie schätzt ihr Leipzig als Modestandort ein?
René: Auch wenn es sich in Leipzig wunderbar aushalten lässt und hier eine vor allem international gefeierte Kunst- und Kulturszene zu Hause ist, sind wir der Überzeugung, dass für die Realisierung kreativer Projekte weniger der regionale Standort, als vielmehr der geistige Standpunkt den zentralen Erfolgsfaktor bildet. Unabhängig davon gehören insbesondere Städtereisen zu unseren liebsten Pflichtübungen, da diese die eigene Kreativfindung in besonderem Maße mit zusätzlichen Inspirationen versorgen. Erst diese Woche von einem London-Trip zurückgekehrt, kann ich jedem Fußbekleidungsliebhaber so z.B. am Rande verraten, dass dort gerade ockerfarbene Vintage-Look-Budapester der letzte Schrei sind. Aber ich schweife ab…

Wie sieht die Zukunft von Pleasant Beef aus? Ist eine neue Kollektion geplant?
Norbert: Wie es der Zufall will, arbeiten wir momentan tatsächlich bereits an unserer neuen Kollektion, die neben T-Shirts erstmals auch mit diverser Sweatwear und einigen Accessoires auffahren wird. Dabei möchten wir weiterhin unter Beweis stellen, dass sich – nennen wir es ruhig – “Coolness” und Humor keinesfalls ausschließen müssen. Das ist ausnahmsweise mein voller Ernst.

Welche Tipps würdet ihr ambitionierten Label-Gründern geben?
René: Auch wenn das jetzt vielleicht nicht besonders spannend klingt, sollte sich jeder Label-Gründer darüber im Klaren sein, dass man in der Modebranche nicht nur “auf Knopfdruck” kreativ sein, sondern ebenso in der Lage sein muss, ein “richtiges” Unternehmen zu führen. Der New Yorker Fashionbusiness-Guru Imran Amed hat dies mal so ausgedrückt: “Du wirst wahrscheinlich nur 10% deiner Zeit damit verbringen, Kleidung zu entwerfen und die restlichen 90% als Geschäftsmann (bzw. -frau) tätig sein.” Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, hat jedoch gute Chancen, schon bald als potenzieller Erfinder des ärmellosen W-Neck-Longsleeves in die Annalen einzugehen.

Vielen Dank für das Interview!

Nun möchte ich euch noch meine 4 Lieblingsshirts vorstellen.

Und hier noch ein kleiner Spoiler: Bald wird es hier im Blog ein Pleasant Beef Gewinnspiel geben. Stay tuned.

Nov
22

Zwei laFraise-Designer im Interview: tavutactac und Happyfish

Im laFraise-Blog gibt es neue, spannende Interviews mit 2 Designern zu lesen: tavutactac (links im Bild zu sehen, Shirtdesign: Happiness) und Happyfish (Shirtdesign: Cute Cat).

Eric (31) aka Tavutactac arbeitet seit 12 Jahren als Grafikdesigner. Er hat bereits in mehreren Agenturen in Paris und Umgebung gearbeitet und lebt mittlerweile in Brittany. Wenn er mal keine Inspiration hat, lenkt er sich ab und geht spazieren oder in eine Bar. Sein Rezept zum Glücklichsein? Das gleiche wie für French Toast. Das gesamte Interview mit Eric

Laurent (27) aka Happyfish ist ebenfalls Grafikdesigner und arbeitet in Montpellier. Er hat 2 Katzen, die ihn auch zu seinem laFraise-Design “Cute Cat” inspirierten. Als Kind hat er gern Insekten unter dem Mikroskop betrachtet und Micky Mäuse gemalt. Zum Interview

www.lafraise.de

Jan
27

Exklusives Scribtee-Interview mit Robert Goldbach (und tollem Gutschein)!

Shirtcity bzw. Scribtee.com dürfte euch als eifrige Leser dieses Blogs ja bereits bekannt sein (wehe nicht).
Um die Pläne fürs neue Jahr, neue Contests und alle Hintergründe für euch herauszubekommen, habe ich den lieben Robert Goldbach, der unter anderem den Scribtee-Blog betreut, mit einigen Fragen gelöchert.

P. S. Es lohnt sich (vorallem wegen des grandiosen Inhalts), das Teil bis zu Ende lesen: denn weiter unten wartet ein leckerer Gutschein auf euch! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und eine schöne Woche!

Seit wann gibt es Scribtees und wie hat sich die Community seit dem Start entwickelt?
Scribtee.com ist seit Oktober 2007 online. Allerdings war das kein Kaltstart, sondern eigentlich nur die konsequente Weiterentwicklung des Designcontests im Shirtcity-Club. Entsprechend waren in der ersten Kollektion auch ein paar Shirts vertreten, die den Club-Designcontest gewonnen haben. Durch das Auslagern auf eine eigene Plattform haben wir mehr internationale Aufmerksamkeit gewonnen. Wir hatten auch schon eigene Gewinner aus Ländern, in die wir eigentlich gar nicht liefern, wie Australien, Brasilien, Costa Rica. An Beteiligung von Designern mangelt es nicht. Die Community könnte aber gerne noch etwas größer und lebhafter werden. Da ist noch einiges drin.

Was war eure Motivation, neben dem shirtcity.com einen eigenen Design-Wettbewerb ins Leben zu rufen?
Wie es in Manager-Sprache heißt: Portfolio diversification. Durch den Shirtcity-Shirtdesigner können wir zwar praktisch jeden T-Shirt-Wunsch erfüllen, durch die Flex-Drucktechnik sind da aber Grenzen gesetzt. Und Shirt- und Design-Gourmets wie du (ich auch) stehen da nicht besonders auf die einfachen Motive. Wir wollten auch T-Shirts für Leute anbieten, die auf richtig stylische und aufwendigere Sachen abfahren, die T-Shirts auch als Leinwand für visuelle Kunst begreifen. Zu dem Zeitpunkt waren auch schon Designcontest-Gewinner da, wie etwa Benny Kohls tolles “Just Loving Music“, die wir gar nicht in Flexdruck umsetzen hätten können. Und da eine Siebdruckerei eh schon an unsere Firma angebunden ist (über www.sumoprint.com realisieren wir größere Druckaufträge), waren alle Zutaten vorhanden, und so musste eigentlich nur noch die entsprechende Seite her.

Was ist das Besondere von Scribtees? Wodurch unterscheidet ihr euch von anderen Shirt-Design-Contests?
Durch die Einbindung in ein anderes T-Shirt-Portal, sodass man auf einer Seite wirklich alles finden kann vom Bierzelt-Humor bis zum filigranen Kunstwerk. Wenn man sich durch Shirtcity und Scribtee klickt, ist es praktisch unmöglich, nichts für sich zu finden, ganz egal, worauf man steht. Ich schätze an Scribtee, dass es sehr stiloffen ist. Viele Designcontests haben schon einen bestimmten Stil entwickelt, obwohl viele Designer daran mitgearbeitet haben, kann man eine grobe Richtung erkennen. Beispielsweise die vielen comicartigen Motive bei Threadless vs. die oftmals stylischeren und abstrakteren Designs bei Design By Humans. Bei Scribtee ist schon ziemlich alles dabei, und das hält es spannend.

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, ob ein Design aus dem Contest gewinnt?
Voraussetzung ist ein hohes Rating durch die Community, ehrlich erworben (unfaires Voting-Verhalten können wir aufspüren und disqualifizieren). Auch die Comments spielen eine Rolle: wenn ein Design auch verbal Begeisterungsäußerungen einfährt, ist es natürlich im Vorteil. Das Motiv muss universell funktionieren, druckbar sein und auch wir vom Team müssen es lieben und am liebsten selbst anziehen wollen.

Läuft der Videocontest eigentlich noch? Und wenn ja, wie lange?
Der Einsendeschluss ist seit 1.1. vorbei, und wir werden bald die Gewinner bekanntgeben. Einstweilen kann man sich auf dailymotion noch an der Abstimmung beteiligen.

Wäre es denkbar, dass irgendwann auch personalisierte Shirts in Kleinstauflage im Siebdruckverfahren bedruckt werden?
Das sicher nicht. So ein Sieb zu ätzen ist material-, arbeits- und kostenaufwändig, deswegen bieten wir das erst ab einer Mindestauflage von 50 Stück an. Allerdings arbeiten wir an einer Methode, die vergleichbar gute Ergebnisse bringt.

Wird es bald neue Contests oder andere Specials geben?
Im Januar läuft ja noch der Lulu und Jimi-Designcontest in Kooperation mit X-Filme und Gravis. Lulu und Jimi ist der neue Film von Oskar Roehler, der in der kommenden Woche in den Kinos anläuft. Hier kann die community das offizielle T-Shirt gestalten. Der Contest läuft noch bis zum 31.1. und lohnt sich besonders, weil neben den üblichen 500 € Siegprämie unser Partner Gravis noch ein lecker Apple MacBook drauf gelegt hat. Wir haben noch mehr in dieser Richtung vor, aber da kann ich noch nichts verkünden.

Wie wird sich Scribtees 2009 entwickeln, sind Neuerungen geplant?
Auf jeden Fall. Ich darf leider noch nichts genaues verraten, aber wir arbeiten gerade an Veränderungen unserer Seite. Es wird 2009 jedenfalls einiges passieren bei Shirtcity und Scribtee, und es geht schon bald los – bleibt gespannt.

Was inspiriert und motiviert euch?
Natürlich unsere Community. Es ist, auch im ShirtcityClub, immer wieder schön zu sehen, mit welchen Einfällen die Designer um die Ecke kommen. Ansonsten sind wir bei Scribtee eher die Verwalter und müssen da gar nicht so inspiriert sein.
Was die Shirtcity-T-Shirts angeht, da motiviert uns oftmals das Internet (es gibt einfach nichts, was es im Netz nicht gibt) und das Tagesgeschehen, das wir im Shirt der Woche aufgreifen. Dieses hat sehr oft einen Bezug zu aktuellen Geschehnissen. Viele gute Ideen entwickeln sich auch im Austausch miteinander, sprich beim gemeinsamen Rumspinnen.

Vielen Dank für das spannende Interview, Robert!
Vielen Dank für deine Fragen, hat Spaß gemacht. Für die Blog-Leser habe ich nochmal ein Geschenk: Mit dem Code SSM9S69UI5L99EG kann man sich beim Bestellen von Scribtees bis 31.1. die Versandkosten ersparen.

© alle Bilder von scribtee.com

Jan
22

Clear Cut Case im Interview: Ein klarer Fall von gutem Design

Sven Heckmann ist der kreative Kopf hinter Clear Cut Case, einem Streetwear-Onlineshop aus Hamburg mit der Mission, gegen die Langeweile in den Regalen anzukämpfen.

Im Interview berichtet er uns exklusiv über die Gründung und den Arbeitsalltag, erzählt uns was wir in Zukunft bei Clear Cut Case erwarten können und verrät uns, welches sein absolutes Lieblingsshirt ist.

Seit wann gibt es Clear Cut Case und welche Motivation bzw. Idee stand hinter der Gründung?
Clear Cut Case gibt es seit Dezember 2006, weil es überall immer nur dieselben Sachen und dieselben Marken gab. In meinen Augen war es mal an der Zeit, den Menschen ausgewählte T-Shirts und Hoodies zu bieten, die man nicht an jeder Ecke sieht. Aus diesem Grund haben wir auch viele Brands aus den USA, die man in Deutschland nur bei uns findet.

Wie ist der Name Clear Cut Case entstanden bzw. was wollt ihr damit ausdrücken?
Clear-Cut heißt klar, eindeutig und Case der Fall. Also ein klarer Fall (von gutem Design). Inspiriert ist der Name von dem Tarantino-Film Jacky Brown. Hier gibt’s die “Audio”-Erklärung dazu (nicht allzu ernst nehmen).

Womit hebt ihr euch von anderen Streetwear-Shops ab?
Wie schon gesagt, möchten wir nicht die typischen Labels anbieten, die man in jedem zweiten Shop sieht. Wir versuchen, zum einen die Perlen zu finden, die sich im Design von anderen abheben und die zum anderen in Deutschland kaum zu finden sind. Zum Beispiel haben wir die USA-Marken Tank Theory, Imaginary Foundation, Rapt, kindred, u.a. im Sortiment. Neben diesen Marken haben wir aber natürlich auch ein paar der guten und etablierten Brands im Angebot.

Welches ist dein Lieblingsprodukt aus dem Shop?
Mein absolutes Lieblingsshirt ist Space is the place! Das Label Imaginary Foundation hat den schlagzeugspielenden Astronauten übrigens bei einer Vernissage performen lassen. Das finde ich super! Hier das Video dazu:

Welche zukünftigen Entwicklungen oder Neuerungen können eure Fans erwarten?
Wir werden weiterhin neue Marken aufnehmen. Ab dem Frühjahr gibt es zum Beispiel das französische Label Six Pack bei uns. Was das Design des Shops betrifft, so wird es schlicht und übersichtlich bleiben. Einige Neuerungen haben wir in Planung, von denen wir noch nicht alle verraten wollen. Aber wir denken u.a. über Userbewertungen nach und finden die Idee eines Shirtwettbewerbs auch ganz spannend…

Was inspiriert und motiviert dich?
Für mich sind T-Shirts wie Kunstwerke auf Baumwolle, die von Menschen getragen werden. Ich lasse mich von allen netten Dingen inspirieren, die mit Design und Kunst zu tun haben: Das kann eine Zeitung sein, Streetart, Ausstellungen, Blogs uvw. Und meine Motivation ist es, die schönsten T-Shirts auf dem Streetwearmarkt zu finden und die Leute glücklich zu machen, die auf individuelle T-Shirts und Hoodies stehen.

Wieviele Mitarbeiter hat Clear Cut Case und wie sieht euer Arbeitsalltag aus?
Neben mir arbeiten noch drei freie Mitarbeiter (Design, Technik, Fotografie). Der Alltag variiert. Neben der Abwicklung der Bestellungen versuche ich „kleine“ Marketingaktionen zu machen, mit Blogs in Kontakt zu bleiben, recherchiere im Netz, mache Fotoshootings, gehe auf Messen, mache die Bestellungen bei den Vertrieben und twitter auch gelegentlich.

Was wolltest du schon immer mal ins Internet schreien?
Spam nervt!

Da sprichst du mir aus der Seele! Sven, ich danke dir vielmals für das Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Shop!

Und damit ihr euch ein Bild machen könnt, welche heißen Styles euch im Shop erwarten, habe ich hier eine kleine Auswahl für euch vorbereitet:

 

 

 

 

Direkt zum Shop? Einfach hier entlang:
Streetwear Onlineshop

© alle Bilder von clear-cut-case.de

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